Bilden Sie sich Ihre Meinung

Ratsbeschluss mit Beigeschmack:


Der Rat der Stadt Wesseling hat einheitlich dem Bau der Flüchtlingsunterkünfte in allen vier Stadtteilen von Wesseling zugestimmt. Schaut man sich jedoch den Stadtplan von Wesseling an, stellt man fest, dass weder eines der Ratsmitglieder noch unser Bürgermeister in der unmittelbaren Nähe einer der geplanten Unterkünfte wohnt – glauben Sie hier an einen Zufall?

 

6,5 Mio EUR, das sollen die mobilen Wohneinheiten für Flüchtlinge kosten:


Warum wird das Angebot von der Stadt nicht veröffentlicht? Könnte es daran liegen, dass die Vorgaben gegenüber dem Hersteller so gewählt wurden, dass der Preis exorbitant hoch sein muss? Oder können Sie sich erklären, warum eine mobile Flüchtlingsunterkunft eine Deckenhöhe von über 3m haben muss? Oder warum Sondermaße gewählt wurden? Oder warum die Dämmung besser sein muss als bei 99% der Häuser, die in Wesseling stehen? Dem Bürgerbegehren liegt ein Vergleichsangebot für die Unterbringung der Flüchtlinge in mobilen Wohneinheiten über 1,5 Mio. EURO vor. Dabei handelt es sich auch nicht um die Schrottcontainer, die die Stadt Wesseling in ihren Infobroschüren zu Wahlzwecken abbildet hat. Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, warum so viele Städte und Gemeinden mobile Wohneinheiten nutzen, wenn bauen so viel günstiger sein soll?

 

Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes, …


… aber für deren Förderung und Ausbildung gibt es kein Geld. Zur Finanzierung der Offenen Ganztagsschulen in Keldenich für 2016 gab es einen Eklat mit der Stadt – und dabei ging es letztendlich für die beiden Schulen um eine Gesamtsumme von ca. 62.000 EURO für 306 Kinder, die von der Stadt nicht gewährt wurde.

 

Alters- und Kinderarmut


Das sind die Schlagzeilen, die Deutschland 2016 beschäftigen. Das wir unserer gesellschaftlichen Verpflichtung zum Schutz der von Krieg bedrohten Menschen nachkommen müssen, steht außer Frage, aber offensichtlich ist bei manchen Entscheidungen die Verhältnismäßigkeit zur eigenen Bevölkerung verloren gegangen!

 

2016 auch wieder 400 Flüchtlinge für Wesseling.


Alle in Wesseling lebenden Flüchtlinge sind untergebracht. Das wurde im Januar 2016 auf der Infoveranstaltung im Rheinforum von Vertretern der Stadt gesagt. Der Bau der Reihenhäuser sei notwendig, da man auch 2016 wieder mit der Ankunft von 1 Mio. Flüchtlingen in Deutschland rechne und Wesseling wieder einen Anteil von ca. 400 Flüchtlingen unterbringen muss. Fakt ist, dass sich die Anzahl der Flüchtlinge seit Januar gerade einmal um 3 (drei) erhöht hat. Wofür brauchen wir also Unterbringungsmöglichkeiten für 336 zusätzliche Flüchtlinge, wenn aktuell alle Flüchtlinge untergebracht sind, keine weiteren Flüchtlinge kommen und sich auch die politische Ausrichtung in Europa geändert hat?

 

Folgenutzung als Sozialer Wohnungsbau:


„Wesseling braucht dringend sozialen Wohnungsbau“. Das ist ein Argument, das die Stadt immer wieder anbringt – aber für eine solche Nutzung müssen die Häuser erst aufwändig umgebaut werden. Und dies wird weitere hohe Kosten verursachen.
Man muss sich auch die Frage stellen, warum wurde in Wesseling – auch unter Mitwirkung der Stadt – so viel sozialer Wohnraum (etwa an der Wilhelm-Rieländer-Str. und im Blauen Garn) vernichtet?

 

Unterbringung nur für die Zeit des Asylverfahrens:


Wussten Sie, dass die Flüchtlinge nur während der Zeit des Asylverfahrens (aktuell ca. 6 Monate)  in den Häusern bleiben können?
Nach Anerkennung müssen sich die Menschen Wohnraum auf dem freien Wohnungsmarkt suchen. Die Unterbringung von unseren Schul- und Kindergartenkindern in Containern scheint übrigens kein Problem zu sein – und auch die 6-monatige Unterbringung unserer Soldaten im Afghanistan-einsatz in genau solchen mobilen Wohneinheiten scheint zumutbar zu sein.

 

5,2 Mio EURO fehlen im Haushalt 2017 …


… der Stadt Wesseling, dies sagt der Kämmerer in einem Interview im Kölner Stadtanzeiger. Bereits jetzt wird darüber diskutiert, wie man die Lücke füllen kann. Die Einführung von Parkgebühren in der Innenstadt, das Streichen der Vereinszuschüsse, die Erhöhung der Gebühren und Steuern, das sind nur die ersten Vorschläge, auf die sich Bürger und Geschäftsleute in Wesseling einstellen müssen.

Es ist Zeit zu demonstrieren, dass wir nicht mit allen Entscheidungen einverstanden sind! Nutzen Sie am 28.08.2016 den Bürgerentscheid und stimmen Sie mit einem „JA“ für das Bürgerbegehren, das zu Beginn nur den Sinn hatte, die Stadt durch Einreichen einer Unterschriftenliste zum Nachdenken über ihre Ratsentscheidung zu bewegen – aber die von den Initiatoren des Bürgerbegehrens fast 4000 eingereichten Unterschriften wurden seitens der Stadt völlig ignoriert und haben auch zu keinem Dialog geführt. Wissen wirklich nur die Ratsmitglieder, was gut und richtig ist? Was interessieren da schon die Stimmen von 4000 Wesselinger Bürgern!
Helfen Sie durch Ihre Ja Stimme dem ersten Wesselinger Bürgerbegehren zum Erfolg und regen Sie dadurch die Politiker zum Nachdenken an, ob nicht etwas mehr Bürgernähe die bessere Lösung ist – vielen Dank