„Für ein Miteinander in Wesseling“ Bürgerbegehren

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Ausgangsituation:

Planung der Stadt Wesseling 28 Häuser für Flüchtlinge zu bauen.


Die an sich lobenswerte Initiative wird allerdings durch die Tatsache beeinträchtigt, dass diese Häuser keine Einzelwohnungen für Flüchtlinge enthalten, sondern eine Art Gemeinschaftsunterkunft sein sollen.

(3 Wohnschlafzimmer,1 Gemeinschaftsraum mit Küche, 3 Toiletten, 2 Duschen) für 12 bis 14 Personen pro Haus. Hinzu kommt der Umstand, dass es offensichtlich keine Kriterien gibt, nach denen die Bewohner für die Gemeinschaftsunterkünfte ausgewählt werden sollen.

Wir wissen allerdings aus anderen Berichten der Presse, dass eine undifferenzierte soziale Mischung der Flüchtlinge nicht unbedingt dem Anliegen der Integration dient und schon gar nicht den Flüchtlingen selber. Flüchtlinge christlichen und islamischen Glaubens, Männer und Frauen, ob einzeln oder als Familie undifferenziert zusammen zu würfeln birgt sozialen Sprengstoff in sich. (Wir verweisen hierbei insbesondere auf die Erfahrungen einer evangelischen Berliner Kirchengemeinde deren Pfarrer nicht nur kirchlich intern, sondern auch öffentlich darauf hingewiesen hat). Aus unserer Sicht ist der Plan der Stadt, Gemeinschaftsunterkünfte dieser Art zu bauen weder ziel führend noch ökonomisch gerechtfertigt.

Hinzu kommt noch folgendes: Die Stadt veranschlagt für alle 28 Häuser eine Summe von 3.751.847,87€.  Für mögliche Container gibt sie eine Gesamtsumme von 6.751.769,36€ an ohne dass ersichtlich wird, woraus sich diese Zahlen zusammensetzen. Hinzu kommt, dass die Stadt offenbar plant, die Unterkünfte, wenn sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht werden zu verkaufen. Sollten sie dann einem anderen Zweck zugeführt werden können, z.B. dem sozialen Wohnungsbau, ist absehbar, dass umfangreiche kostspielige Umbauten erfolgen müssen.

Wir sind der Meinung, dass es Flüchtlingen nicht zumutbar ist, sich in einem solchen planlosen Provisorium zurecht zu finden und zu integrieren.

Es wäre daher in vielerlei Hinsicht wünschenswert, dass, wenn schon solche Häuser gebaut werden sollen, die auch dem sozialen Standart der Stadt entsprechen.

Da absehbar ist, dass die Flüchtlinge teilweise nur temporär in der Stadt verbleiben, wäre es dringend erforderlich, dass die Wohnungen auch anderen sozial schwachen Familien und Einzelpersonen zur Verfügung gestellt werden können. Die von der Stadt vorgelegte Planung wird weder den Flüchtlingen noch der Bevölkerung, die auf sozialen Wohnungsbau angewiesen ist, gerecht.

Wir schlagen daher vor, anstelle eines gebauten Provisoriums für die Übergangszeit bis zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus, die Flüchtlinge in Wohncontainer unterzubringen und von dort in ordentliche Wohnungen und Wohnverhältnisse zu überführen. Das ist unserer Meinung nach nicht nur die sozial verträglichere, sondern auch die ökonomische sinnvollere Variante.

Das Argument der Stadt, dass die von ihr geplanten Häuser billiger seien als die Aufstellung von Wohncontainern, halten wir für nicht belastbar. So hat z.B. die Stadt Köln lt. Bericht des Kölner Stadtanzeigers (02.05.2016) 250 Wohncontainer für 400 Flüchtlinge errichtet zu einem Preis von 2,3 Millionen €.

Im Übrigen können wir uns des Verdachts nicht erwähren, dass die Stadt ihre Planung als Geschäftsmodell versteht.